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Der Einstieg: Härter als erwartet
Ende Juli fiel der Startschuss am nördlichsten Punkt Schwedens – Treriksröset. Die Strategie: leichtes Gepäck, präzise Etappenplanung, tägliche Distanzen zwischen 60 und 80 Kilometern. Begleitet wurden sie lediglich von einem Fotografen, der die Route per Auto umfuhr.

Doch schon am ersten Tag zeigte sich: Die Realität ist nicht planbar. Nach starkem Regen verwandelten sich die Trails in Bäche, Brücken fehlten oder waren unpassierbar, Dutzende eiskalte Flussdurchquerungen kosteten Zeit und Kraft. Nach 77 Kilometern erreichten beide das Tagesziel – erschöpft, aber im Zeitplan. Die ersten Blessuren machten sich bemerkbar: Ingo hatte sich am rechten Knie überdehnt.

Am zweiten Tag kämpften sich die beiden weiter durch die nordskandinavische Wildnis. Doch Ingos Beschwerden nahmen zu – erst am Knie, später am Schienbein. Schließlich musste das Team sich trennen: Jens ging weiter, Ingo zum Arzt. Die Diagnose: keine strukturelle Verletzung, aber eine massive beidseitige Überlastung. Der gemeinsame Entschluss: Der FKT-Versuch ist gescheitert. Aber das Projekt soll weitergehen – mit angepasstem Ziel.






Der Neustart: Strategiewechsel statt Kapitulation
Nach einem Ruhetag in Abisko starteten beide erneut – mit überarbeiteter Ausrüstung, reduziertem Gewicht, angepasstem Tempo und einem neuen Fokus auf Erholung. Statt Biwak: feste Hütten. Statt Rennen: nachhaltiges Vorankommen. Doch bereits nach wenigen Kilometern war klar: Für Ingo ist ans Laufen nicht mehr zu denken. Er kämpfte sich noch zur nächsten Hütte, um am nächsten Morgen allein zurück nach Abisko zu laufen – in der Hoffnung, später wieder einsteigen zu können. Jens setzte die Tour allein fort.
Was bleibt nach Woche 1?
Kein Rekord. Aber eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Bedingungen vor Ort: Terrain, Wetter, Gesundheit. Was bleibt, ist keine Bestzeit – sondern ein realistischer Blick auf die Herausforderung Grönabandet. Und eine Tour, die jetzt ihren eigenen Rhythmus gefunden hat.