Joe Nimble

Vorbereitung auf den Everest

Aktuelle bereite ich mich auf mein Everest Winter Solo Projekt 2.0 vor. Das Ziel ist eine Everest 8848m Winter Solo Besteigung ohne Sauerstoff, im Alleingang. Wie ich das mache und was alles mit reinspielt lest ihr hier.

Warum das Beste Training für Alpinismus nicht Alpinismus ist.
Bei langen Routen und herausfordernden Bedingungen greife ich die Reserven meines Körpers an und komme leicht in einen sogenannten „katabolen“ Zustand. Als Athlet möchte ich diesen Abbauprozess gerne soweit wie möglich eingrenzen und mich möglichst viel in der „anabolen“
Phase bewegen. Hier begünstigt meine Stoffwechsel den Aufbau der Muskulatur. Nein - das hat nichts mit Anabolika zu tuen. Es geht einfach darum das Training sorgfältig zu planen, nicht zu übertreiben und die Workouts durchdacht durchzuführen. Die besten Athleten sind nicht diejenigen, die
über eine kurze Zeit enorme Leistungssteigerungen vollziehen, sondern solche, die es schaffen sich über lange Zeiträume konstant zu steigern. Mein Plan ist es zum Everest zurückzukehren und dort die Route fortzusetzen, die ich begonnen habe. Bei der Expedition diesen November bereits geht es genau um diese Steigerung.

Meine Philosophie
Nur der Everest im Winter kann mich darauf vorbereiten den Everest im Winter zu besteigen. Kein anderer 8000er kann das. Selbst wenn er einfacher sein sollte, so hat er nicht das entsprechende Mikroklima, nicht die gleiche herausfordernde Route und auch nicht die Höhe. Im kommenden winter direkt am Everest zu trainieren, ist daher eine Vorbereitung für zukünftigen Erfolg. Die Chance den Gipfel zu erreichen ist erschreckend gering und um diese systematisch zu erhöhen, ohne meine Sicherheit zu gefährden kehre ich immer wieder zum Berg zurück. 2019/20 habe ich bereits den ersten Versuch gewagt, mit der Erkenntnis: Ja, es ist möglich! Beim zweiten Anlauf geht es darum, den oberen Teil der Route zu sichten und mögliche Strategien für einen Aufstieg durchzugehen. Um die Trainings- Zielhöhe von 8000m zu erreichen, arbeite ich systematisch daran neue Fähigkeiten aufzubauen und meine Fitness zu steigern. Essentiell dafür ist es, die katabole Phasen im Training einzugrenzen. Deswegen findet der Großteil meines Trainings in einem kontrollierten Umfeld statt.

Wieviel ich Trainiere
Im Training werden meine Füße 20 Nettostunden pro Woche gefordert und das auch in engen Kletterschuhen. Hier helfen mir die Schuhe von Joe Nimble die Belastung während der Einheiten besser zu verteilen und gesunde Füße zu behalten. Im Sommer trainiere ich im nimbleToes Trail Addict auf unzähligen vertikalen Höhenmetern und Trails. Im Winter trage ich sie auf dem Weg zum Eisklettern und insbesondere an aktiven Ruhetagen, an denen ich nicht in Skischuhen stecke. Es ist zu einem richtigen Genuss geworden nach einem harten Klettertag in die Schuhe von Joe Nimble zu steigen, durch die breite Zehenbox & den Nullabsatz fühlt sich dann sofort wieder alles frei und natürlich an. Damit ich von der Zehenfreieheit auch im Himalaya profitieren kann entwickeln wir gemeinsam einem Schuh für den erweiterten Bergeinsatzt.

Auf was ihr euch freuen dürft
Mit meinem Input geht die Entwicklung des Zustiegsschuhes, der mich ins Everest Base Camp bringen wird, in die finale Phase. Aktuell arbeiten wir am Sohlendesign. Als nächster Schritt wird dann eine Maquette erstellt, das ist ein Gipsabdruck, mit dem wir den Schuhe in all seinen Dimensionen von jeder Seiten aus beurteilt können. Parallel wird am Design und der Funktion gearbeitet, sodass ich schon sehr bald den ersten Prototyp an den Füßen haben werde!

Und genau auf dieser Reise seid ihr mit dabei - vom Schuhlabor bis auf den Everest!

Hi five Jost

Tags: Everest, Körper, Expedition, Besteigung, Zehenfreiheit, Stabilität, Toefreedom, Trail