Joe Nimble

Jost's Geschichte

Ich bin Jost Kobusch, Alpinist. Zumindest ist Bergsteigen meist das Erste, womit ich in Verbindung gebracht werde. Eigentlich bin ich ein neugieriges Kind das die Welt erforschen möchte. Dafür bin ich letzten Sommer nach Chamonix gezogen, um mehr in den Bergen zu sein und intensiver trainieren zu können. Ich liebe den Aufbruch ins Unbekannte, Dinge zu versuchen, von denen ich nicht sicher bin, ob sie überhaupt möglich sind. Mich reizen Winterbesteigungen, neue Routen und unbestiegene Gipfel.

Aktuell versuche ich mich daran, die erste sauerstofffreie Winterbegehung des Everest zu realisieren. Auf einer anspruchsvollen Route. Solo. Der erste Anlauf fand im Winter 2019/2020 statt.

Als Bergsteiger verbringe ich sehr viel Zeit auf meinen Füßen. Mein Job ist ein bisschen das Gegenstück zu einem Bürojob: statt zu sitzen, laufe ich. Dabei bin ich manchmal bis zu 34 Stunden nonstop auf den Füßen. Und dann gibt es wieder entspanntere Tage, wo es nur einige Stunden sind. Fakt ist: Meine Füße sind das Fundament meines Jobs. Ich laufe beim Bergsteigen nicht einfach nur durch die Gegend, auch das Klettern an Fels und Eiswänden ist ein großer Teil des Alpinismus. Und wenn man unter extremen Bedingungen, im hohen Grad klettert, ist eine gute Fußtechnik entscheidend. Es geht darum möglichst viel des Eigengewichts mit den Beinen zu tragen, um die Arme zu entlasten. Ausdauerndes Klettern ist nur mit starken Füßen und Beinen möglich und ohne entsprechende Fußtechnik, würde ich mich an bestimmten Griffen nie halten können.

 

Jost Kobusch

Die enorme Belastung meiner Füße hat leider auch dazu beigetragen, dass ich mir letztes Jahr am Everest eine Fußverletzung zugezogen habe. Meine Route war kollabiert und ich stieg, die Hälfte der Zeit im Dunkeln, nur mit einer Stirnlampe ausgerüstet, ins Basecamp ab. Einige Male bin ich gestolpert, einmal auch umgeknickt. Am nächsten Tag hatte ich starke Schmerzen im linken Fuß, konnte kaum auftreten. Die Verletzung am Everest ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen: Einerseits hatte ich mir einen Laufstil angeeignet, der nicht optimal ist. Alleine dadurch war mein Verletzungsrisiko schon viel höher, und ich konnte die volle Funktionalität meines Fußes nicht mehr abrufen. Ein anderer Faktor war der Trainingszustand meiner Füße. Die Belastungsspitze am Everest hätte ich besser wegstecken können, wenn meine Füße besser trainiert gewesen wären.

Mein bisheriges Schuhwerk hat meinen Fuß, insbesondere meine Zehen, in ihrer Bewegung eingeschränkt. Sie kamen gar nicht wirklich zum Einsatz. Die Struktur meines Fußes wurde über Jahre in eine unnatürliche Form gepresst, was meinen Fuß und seine natürliche Funktionalität negativ beeinflusst hat. Und das hole ich jetzt nach, denn die plastische Architektur des Fußes lässt zu, dass man Struktur und Funktionalität auch wieder positive beeinflussen und korrigieren kann. Ich bin überzeugt, dass ein freier Fuß, der eigenständiger arbeiten kann, viel stärker ist. Den kann ich dann auch über lange Belastungszeiträume aktiv ansteuern. Das erzeugt Stabilität und hilft Verletzungen, wie die am Everest, vorzubeugen.

Jost Kobusch

Lee Saxby, ein enger Partner von Sebastian Bär wenn es um Biomechanik und Lauftechnik geht, hat meinen Fuß analysiert und mir gezielt individuelle Übungen zur Wiederherstellung meiner natürlichen Fußfunktion gezeigt. In Kombination mit den Schuhen von Sebastian stelle ich jetzt schon fest, wie sich mein Fuß positiv verändert.

Als ich das erste Mal Joe Nimble Functional Footwear getragen habe, ist mir gleich aufgefallen, dass mein großer Zeh mehr zum Einsatz kommt. Ich hatte das Gefühl, dass ich tatsächlich Teile meines Fußes ansteuere, die ich sonst nie benutzte.  Heute zwänge ich mich nur noch sehr ungerne in Standard Laufschuhe. Das fühlt sich komisch an aufgrund der symmetrisch zulaufenden Form, die meine Zehen einzwängt und ihnen ihre natürliche Funktionalität raubt. Ich habe inzwischen auch definitiv an Balance und Stabilität dazugewonnen. Vor der Verletzung am Everest habe ich über die Rolle des Fußes und mein Schuhwerk einfach nicht so viel nachgedacht. Dabei ist gutes Schuhwerk für mich während der Vorbereitung und auch auf Expeditionen essentiell. Ich kann keine Expedition machen, ohne dass ich mich zu 100% auf jeden Schuh, den ich im Einsatz habe verlassen kann. Wenn mir ein Schuh kaputt geht, zaubere ich nicht mal eben einen Ersatz aus dem Rucksack. Dann ist es aus. Ein Schuh ist nicht verhandelbar. Wenn ein Schuh nicht funktioniert, dann bist du verloren.

Ein starker Fuß & ein guter Schuh - beides kann in meinem Job über Leben und Tod entscheiden.

Hi five! Jost Kobusch

 

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Jost Kobusch

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Tags: gesundheit, Bergsteiger, Alpinist, Verletzungen, Everest, Winterbesteigung, Zehenfreiheit, Stabilität, Toefreedom