Joe Nimble

Laufen und der Einfluß eines schuhförmigen Fußes mit hohem Längsgewölbe

„Um Probleme zu lösen, musst du an den Wurzeln graben und nicht nur die Blätter zerhacken.“ (Anthony J. D’Angelo)

Die meisten Freizeitläufer rennen bei langsamen Geschwindigkeiten (10-16 km/h) und setzen zuerst die Ferse auf (Mann und Hagy, 1980; Shrinivasan und Ruina, 2006). Daher sind die meisten Läufer genau genommen Jogger. Dies ist ein natürliches und sicheres Laufmuster bei langsamen Geschwindigkeiten, auf weichen Oberflächen und mit funktionalen Füßen. Die Kraftwirkung ist relativ gering und die Schockabsorption ist unter diesen Bedingungen gut. Läuft man auf diese Weise auf harten Oberflächen mit schuhförmigen Füßen mit hohem Längsgewölbe, verringert sich die Sicherheit, da die Krafteinwirkung hoch und die Schockabsorbtion schlecht ist. Mehr dazu findest Du im Beitrag Joggen ist eine natürliche Fortbewegungsart.

52-81 % der Erwachsenen weisen schuhförmige Füsse mit hohem starrem Längsgewölbe („kompensierter“ schuhförmiger Fuss / subtiler Hohlfuss) auf (Brewerton et al, 1963; de Oliveira et al., 2018). Auch bei Athleten findet man diese Fussform häufig, da inflexible Füsse und Sprunggelenke in Kombination mit hoher Krafteinwirkung zu häufigen Laufverletzungen führen, darunter: Ermüdungsbrüche, Plantarfasziitis, laterale Knöchelverstauchungen, IT-Band-Syndrom und Achillessehnenreizung (Manoli und Graham, 2017).

Die Ursache des „kompensierten“ schuhförmigen Fusses ist eine kompromittierte Vorderfussstruktur. Um ein sicheres Laufen zu gewährleisten, muss der Fuss gedämpft werden, während seine Struktur wiederhergestellt wird. Dazu empfehlen sich Schuhe, die folgende Anforderungen erfüllen:

  1. fussförmig, mit flacher Zehenbox, damit sich die Zehen ausbreiten können und der Vorderfuss sich unter der Belastung absenken und weiten kann
  2. ausreichend gedämpft, um die Krafteinwirkung zu absorbieren, die der inflexible Fuss und das Sprunggelenk nicht abfangen können

 

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Literaturhinweise:

  • Brewerton DA, Sandifer PH und Sweetnam DR. Idiopathic pes cavus: an investigation into its aetiology. British Medical Journal. 1963; 14(2): 659-61.
  • de Oliveira AS, dos Santos ALG, de Souza Nery CA, Alloza JFM, Prado MP. Subtle cavus foot: prevalence of associated injuries. Foot and Ankle. 2018; doi 10.30795/scifootankle.2018.v2.760.
  • Mann RA, Hagy JL. Biomechanics of walking, running and sprinting. The American Journal of Sports Medicine. 1980; 8(5): 345-350.
  • Manoli, A und Graham B. Clinical and new aspects of the subtle cavus foot: a review of an additional twelve year experience. Fuss and Sprunggelenk. 2018; 16: 3-29.
  • Srinivasan M and Ruina A. Computer optimization of a minimal biped model discovers walking and running. Nature. 2006; 439: 72-75.

 

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