Warenkorb 0 Artikel 0,00 €

Sie haben keine Artikel in Ihrem Einkaufswagen.

So viel Schuh wie nötig, so viel barfuß wie möglich

Barfußschuhe Nimbletoes

Joe Nimble "Philosophie"

„Nimble your Life“



Hier erfährst Du mehr über:


Ohne das Ziel gehabt zu haben, selbst Schuhe zu entwickeln und denen dann auch noch meinen Namen zu geben, lief alles in meinem Leben darauf hinaus. Aus heutiger Sicht. Ich erinnere mich noch an eine Reise nach Mexiko zu Beginn meines modernen Nomadendaseins. Perfekt ausgerüstet stieg ich aus dem Flugzeug und nahm meine Gepäckmengen im Band entgegen. Ich war auf alles vorbereitet. Spezielle Textilien für extreme Wärme, Kälte und Nässe. Alles hatte mindestens noch eine Zusatzfunktion – Pflege, Sonnenschutz, Insektenschutz, auf- und eingesetzte Taschen im Überfluss. Dann waren da noch die Schuhe. Es gab nichts in Mexiko, gegen das mich meine Schuhauswahl nicht hätte schützen können. Rein gar nichts. Derartig hochgerüstet fühlte ich mich der Natur und den eigentümlich schlicht gekleideten Menschen völlig überlegen.

Ein paar Kilometer und Tage später stand ich hochgerüstet in der Nähe von Chihuahua in der Sierra Madre Occidental und wollte den Gewalten die Stirn bieten. Nach wenigen Kilometern, die ich in dem felsigen Gebirge gelaufen war, eilte ein Mann an mir vorbei. Er war sehr viel schneller als ich und sah dabei sehr behende aus, wie er durch die Schlucht sprang und lief – mit nackten Füßen. Der erste Gedanke eines über Jahrzehnte westlich geprägten Mannes: Der arme Kerl. Aber er hatte gelächelt. Keine Spur von Verzicht oder Askese. Ich hielt inne und mir kam in den Sinn, dass er eventuell sogar über mich in meiner Funktionsrüstung gelächelt haben könnte.

Okay, kein Mensch rennt freiwillig barfuß durch die Sierra Nevada, wenn man in der nahen Stadt Schuhe in jeder Qualität kaufen kann. Ich war irritiert, fasziniert, wollte mehr wissen und selbst mehr fühlen. Bei einem Tequila erfuhr ich am Abend noch von einer Ethnie, die ich nicht aussprechen konnte, die berühmt waren für ihre extreme Lauffähigkeit. Man sagte mir, diese Männer liefen hundert und weit mehr Kilometer extrem flink durch die Sierra Nevada, weil sie seit Urzeiten auf diese Weise gejagt haben und ihr Überleben sichern mussten. Diese Männer haben das Wild müde gelaufen, um es dann einfacher erlegen zu können. Barfuß! Oder mit einer ganz dünnen Ledersohle und ein paar Lederschnüren am Fuß.

Die Namen und Details habe ich damals vergessen. Den Anblick des barfuß laufenden Mannes in den Felsen aber nie. Als ich Wochen später das erste mal meine Schuhe zurückließ und barfuß losging, habe ich den Entschluss gehasst. Ich hatte am nächsten Tag einen Muskelkater, wie noch nie in meinem Leben. Die Waden und der gesamte Fuß waren eine einziger Schmerz. Wie konnte dieser Mann damals so lächeln?

Gerade als ich mir die brennenden Beine massiere und den Schmerz mit einem landestypischen Medikament – Tequila – betäube, setzt sich ein Mann mitfühlend schauend neben mich. Mir fiel nur auf, dass dieser Mann nach einem Tag in der Sierra Nevada auch so unverschämt lächelte. Wir kamen ins Gespräch.

Ich erzählte von meinem Erlebnis und dem für ihn sichtbaren Ergebnis. Muskulärer Totalausfall. Aber nein, ich empfing kein Mitleid, sondern wurde mit Fragen zu dem Läufer überhäuft. Wir hatten das selbe Hotel und sahen uns über mehrere Tage jeden Abend und aus meinem Muskelkater und seiner Neugier wurde erst ein freundschaftliches Gespräch und dann eine eigene Marke für Barfußschuhe. Aber noch mal zurück zum Gespräch...

Der Mann war Teil einer Familie, die in Deutschland schon seit 30 Jahren Schuhe produziert und konnte mir genau erklären, warum der Mann in den Bergen so flink war und warum ich fühlte, was ich fühlte.

Er sensibilisierte mich für die Tatsache, dass unsere Füße absolute Höchstleistungen vollbringen, wenn sie uns ein Leben lang fast den gesamten Tag über tragen. Und was machen wir aus kultureller Gewohnheit? Wir stecken Sie in möglichst viel Schuh, vergessen sie als Körperteil und inszenieren sie zur Selbstdarstellung mit möglichst viel Schuh. Wenig Schuh ist arm, viel Schuh ist reich. Barfuß ist kulturlos, Schuhe sind Ausdruck besonderer Kultur. Der Mensch schmückt sich auf Kosten seiner Füße. Denn Füße brauchen keine Absätze, um sich wohl zu fühlen. Füße brauchen auch keinen Halt, weil sie sich selbst am besten halten und erhalten. Füße wollen und müssen viel mehr Fuß sein dürfen.

Der Mann heißt Bär, wie seine Schuhe. Und Bär hat, ohne von den mexikanischen Schluchtenflitzern zu wissen, schon vor 30 Jahren erkannt, wo den Menschen der Schuh drückt und dies konsequent geändert. BÄR®-Schuhe haben schon immer eine sehr große Zehenfreiheit und Nullabsatz. Wir erkannten schnell in unserer Begeisterung für meinen lächelnden Jäger und meine mittlerweile begeistert laufenden Barfüße, dass es unserer Schuhidee, an der wir natürlich sofort arbeiteten, nur an einem fehlte. Sie war noch zu viel Schuh! Wir brauchten einen richtigen, ehrlichen Barfußschuh.

Was wir damals nicht wussten, dass wir mit unseren Gedanken über den optimalen Barfußschuh nicht alleine auf der Welt waren. In Harvard hatte man dazu geforscht und eindeutig festgestellt, das Barfußlaufen biomechanisch und orthopädisch optimal für den Menschen ist. Unsere aufmerksame Beobachtung deckte sich also mit dieser und vielen anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen. In Rogers in den USA stehen zu der Zeit Forscher in einem Labor um einen Versuchsaufbau, in dem ein neuer Dämpfungsschaum getestet wird. Mit sensationellem Ergebnis. Minimalste Dicken dämpfen Aufprallenergie nahezu komplett ab. Poron® XRD™ heißt der Schaum.

Mein Herr Bär ruft einen anderen Herrn Bär an, der die Produktentwicklung verantwortet, wir schicken ihm unsere Zeichnungen und er ist begeistert. Was dann passiert, hat mich fasziniert. In kürzester zeit Standen wir in Deutschland vor einem Prototypen, der nicht nur gut aussah, sondern auch genau so wenig Schuh ist, wie wir uns das erträumt hatten. Der aber dennoch alle kulturellen Anforderungen an einen Schuh perfekt erfüllt.

Ehrfürchtig lauschte ich der stolzen Präsentation der Bärs.

Unsere Schuhe hatten weltweit Einzigartiges zu bieten:

Zehenfreiheit
Das liegt bei allen BÄR® Schuhen in den Genen.

Archraiser® Schnürung
Eine Schnürung, die das Fußgewölbe aktiv hebt und nicht stützt.

Poron® XRD™ Dämpfung
Minimalsohle mit Maximalwirkung

Mir war sofort klar, wie der Schuh heißen musste, denn ich erinnerte mich an den mexikanischen Läufer der so behende, so flink war und mit seinen Zehen förmlich nach dem Grund greifen konnte. Nimbletoes®, was übersetzt „behende, flinke Zehen“ bedeutet. Nach der Präsentation fragten mich die Bärs, ob sie die Schuhmarke nach mir benennen könnten, weil ich den Anstoß zu dem Schuh gegeben hätte. Ich sagte sofort zu, denn die Nimbletoes® an den Füßen waren genau die Art Schuh, von der ich damals geträumt hatte, als ich barfuß in Mexiko überholt wurde.

Die Geschichte der Nimbletoes® ist so einzigartig, wie das Ergebnis. Die Geschichte ist jetzt bekannt. Ich erzähle jetzt noch etwas vom erstaunlichen Ergebnis. Mit ein Paar Nimbletoes® an den Füßen und weiteren Nimbletoes® im Gepäck bin ich wieder auf Reise gegangen. Den Schuh testen und testen lassen.

Zuerst muss ich jeden warnen, der Nimbletoes® tragen möchte. Die ersten Kilometer in diesen fast-Barfußschuhen mit fühlen sich phantastisch an, aber die Folgen sind drastisch. Muskalkater in ausgeprägter Form in den Füßen, den Unterschenkeln und bis hinauf zum Po. Was sich so schlimm anhört, ist aber die beste Nachricht, die man sich vorstellen kann. Denn der Muskelkater ist der Beweis, dass man in den Nimbletoes® nicht nur mit allen Sinnen, sondern auch wieder mit allen Muskeln läuft. Die Muskulatur wird komplett aktiviert und stabilisiert den gesamten Bewegungsablauf. Wenn ich jetzt sage, was das für Folgen hat, hört sich das unglaublich an. Ist aber so. Die aktivierte- Fuß und Beinmuskulatur stärkt den gesamten Bewegungsablauf und führt zu einer gesunderen Körperhaltung. Da wurde so mancher wieder anmutig, der sich vorher eher angestrengt bewegt hat. Im Zusammenspiel mit dem intensiven Kontakt zum Boden und den aktivierten Muskeln verbessert sich das Balancegefühl, jeder Schritt wird sicherer. Und sichere Schritte bringen sicher ans Ziel – an jedes Ziel! Das kann ich als leidenschaftlicher Nomade versichern.

Einige, denen ich Nimbletoes® zum Testen gegeben habe, haben die Nimbletoes® nicht sofort den ganzen Tag getragen – wie ich es aus Begeisterung tat – sondern mit einer Stunde begonnen und das dann täglich gesteigert. Man kann sich so den Muskelkater sparen. Der Erfolg ist am Ende identisch.

Man hört je eher selten jemanden vom Fußweg zu seinem Bäcker schwärmen! Ich habe dies mit einem Nimbletoes®-Träger erlebt! Nicht irgendwo in der Toscana, denn da könnte man es eventuell noch verstehen. Nein, mitten in einer Großstadt, in Hamburg. Verantwortlich für solche emotionalen Ausbrüche ist die extrem dünne Sohle der Nimbletoes®. Vier Millimeter aus einer VIBRAM® Spezial-Gummisohle und dem Hochleistungs-Dämmschaum Poron® XRD™ schützen sicher vor Verletzungen, extremen Temperaturen und schädlichen Schlägen. Diese Sohle lässt aber alle anderen Informationen über den Grund auf dem man läuft an den Fuß gelangen. Da wird der Weg zum Bäcker schnell mal zu einem Erlebnis für die 200.000 Nervenenden an den Füßen, die in anderen Schuhen fast reizlos bleiben. Kopfsteinplaster, Bordsteinkanten, Teerbeläge, Wiese und Erde werden intensiv gefühlt, vom Gehirn in Bruchteilen einer Sekunde erkannt und jeder Schritt auf den jeweiligen Boden sicher angepasst. Und jetzt stelle man sich das Erlebnis in Nimbletoes® mal in der wilden Natur vor, wenn es in der Stadt schon einzigartig ist.

Das 70% aller Informationen, die das Gehirn braucht, um uns sicher gehen, laufen und rennen zu lassen, von den Nervenenden der Füße kommen, erstaunt nur im ersten Moment. Woher sollten sie sonst kommen? Und was tun wir dafür, dass uns diese wichtige Information sicher erreicht? Nichts! Mit falschen Schuhen blockieren wir die Infos sogar mutwillig. Zusammen mit den Bärs habe ich deshalb unterschiedlichen Läufern in mehreren Ländern Nimbletoes® gegeben, nichts zu den Schuhen gesagt und sie nach ein paar Wochen wider besucht und nach Ihren Eindrücken befragt.

Man muss ja vorsichtig sein, wenn man das eigene „Baby“ bewertet. Schnell empfindet man das, was man empfinden möchte. Die Ergebnisse der Blind Dates der Läufer mit den Nimbletoes® gaben mir und den Bärs dann aber letzte Sicherheit. Eine Münchner: „Das ist fast wie Barfußlaufen!“ Eine Düsseldorferin: „Ich laufe so sicher durch den Wald, wie andere über eine Tartanbahn!“ Eine Tokyoter:„Ich habe meine Stadt neu Erfahren!“ Eine Engländer: „Vorher habe ich nie Abstecher an den Wegesrand gemacht, um meine Füße zu entertainen!“ Eine Hamburgerin: „Das erste mal tat er weh, dann wurde er zur Sucht!“ Ein Schweizer: „Der erste Schuh, den ich nach dem Laufen nicht direkt in die Ecke werfe!“ Eine Stuttgarterin: „Ich arbeite in den Nimbletoes® und sitze danach mit den Schuhen zuhause auf dem Sofa und lass meine Zehen munter zappeln!“ Ein Franzose: „Das ist mein offizieller Segelschuh geworden!“ Eine Spanierin: „Ich laufe jetzt wie eine Gazelle!“ Ein Italiener: „Ich fühle über die Pedalen den Motor und die Straße!“ Ein Berliner: „Ich klebe an Wänden, Mauern, Geländern und werde eins mit meinem Parkour!“

Die Bärs und ich saßen in Bietigheim-Bissingen um ein Telefon und riefen in der Produktion an. Go! Die Prototypen und die Vorserie hatten alle überzeugt. Mein Name wurde zur Schuhmarke. Die Geschichte und die Geschichten der Barfußschuhe sind seit dem immer wieder Thema, wenn wir zusammen sitzen und über neue Modelle diskutieren. Denn die Geschichte wird weiter geschrieben und ich werde der Erzähler sein, der sie Ihnen leidenschaftlich gerne erzählen wird.